Tag 1 des Österreich Rodeos – Der Justy war ja infolge höherer Gewalt viel früher fertig als geplant. Der Sommer stand an und ich überlegte mir, was ich mit meinem Sohn unternehmen kann. Wie jedes Jahr machen wir eine Männerwoche, wo wir nur zusammen etwas unternehmen. Sei es Klettern, in der SAC-Hütte übernachten, Snowboarden oder wie jetzt an einem Pothole Rodeo mitfahren.
Die epidemische Lage war ja auch so, dass man nicht allzuweit reisen konnte. Viele Länder waren weiterhin dicht, noch war kein Impfstoff in Sicht und in einer SAC-Hütte wollte ich aus gegebener Situation auch nicht wirklich übernachten. Deshalb entschloss ich mich bei dem gleichen Organisator, der auch das Europe Afrika Rodeo macht, die neue Österreich-Tour mit zu machen.
Das Auto war ja gerade erst fertig. Nun, das ist übertrieben. Es war wieder fahrbereit und wurde nun offiziell wieder in den (Strassen-) Verkehr gebracht. Ein paar Tage später machten wir uns auf den Weg nach Salzburg, wo der Start sein sollte. Wir reisten am Vorabend an, da der Start frühmorgens stattfinden sollte. Auf dem Dach hatten wir ein Zelt und noch zwei Ersatzräder montiert, man weiss ja nie, was alles passiert auf einem Pothole Rodeo.

Als wir dann an den Start kamen, wussten wir sofort, dass es eine spannende Woche wird. So viele schräge Fahrzeuge und noch schrägere Typen – aber alles liebe – habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Natürlich musste unser Boris auch noch klebertechnisch auf Vordermann gebracht werden. Auch wurde uns das Roadbook mit allen sehenswerten Punkten auf der Strecke übergeben und auch noch die genauen Koordinaten des Checkpunktes am nächsten Tag. Ziel war es nämlich immer morgens am gewünschten Ort zu sein. So hatte man bei einer Panne noch die ganze Nacht Zeit das Problem zu lösen…
Irgendwann, als alle ihren “Kaffe” hatten, folgte der offizielle Start zur ersten Etape des Pothole Rodeo Österreich.
Wir studierten das Roadbook und markierten uns ein paar Fixpunkte auf dem Weg nach Dornbirn, die wir gerne anschauen wollten. Da war der Weitsee, die Faller-Klamm-Brücke in Lenggries, die Jachenau, der Plansee in Breitenwang, das Schloss Neuschwanstein und dann noch Stuben am Arlberg.
Eigentlich ist es ja das Österreich Pothole, aber wir mussten feststellen, dass man es regional nicht so eng nahm. Am ersten Tag gingen etliche Kilometer auch über deutsche Strassen und in den nächsten Tagen wird es auch noch mehrere Abstecher nach Italien und Slowenien geben…
Erster Halt war der Weitsee. Dort haben wir die schöne Natur genossen und etwas die Beine vertreten, denn ein Rodeo ist keine Rallye um Zeit, sondern der Weg ist das Ziel und wir nahmen uns die Zeit, die wir wollten.

Bei der Ortschaftseinfahrt Kössen mussten wir natürlich ein Foto machen.

Danach ging es weiter und wir stoppten dann spontan in Walchsee, als wir dort eine Rodelbahn sahen. Wir waren dort nicht die einzigen Potholer, die kurz einen Zwischenhalt dafür machten.

Danach nach an Seebach vorbei; “Grüss Seebach”! Ein Insider, aber der Teil von Zürich, wo wir wohnen, heisst so…

In Schliersee mussten wir umkehren, als ich merkte, dass wir an der Destillerei Slyrs vorbeifuhren. Da haben wir dann noch Geschenke für Zuhause gekauft. Wenn bloss die Flaschen heil bleiben bei all den Strassen, die wir noch fahren werden…
Das nächste Highlight war dann die Faller-Klamm-Brücke in Lenggries. Hätte ich da bloss schon eine Drohne gehabt. Das wären sicher super Bilder geworden. So müssen wir uns halt mit den Bildern aus der normalen Perspektive begnügen.

Nachträglich bin ich froh, dass alle Fotos mit GPS-Koordinaten versorgt sind. Sonst hätte ich mühsam auf der Landkarte die Punkte suchen müssen. Vor allem, wenn man jeden Tag soviele unterschiedliche Orte anfährt, wird es plötzlich zuviel.
Jedenfalls ging es dann wieder weiter in die Jachenau. Eine wunderschöne Gegend, wo ich gerne noch länger geblieben wäre, aber die Strecke rufte.
Der Plansee in Breitenwang war auch sehr schön, aber leider spielte da das Wetter nicht mehr mit. Im Regen fahren wir um den See, finden aber noch einen netten Spielplatz mit Schotter. Das erste Mal auf dem Trip kann ich den 4WD einsetzen. Und es hat Spass gemacht.
Das Wetter und vor allem das nächste Ziel halten uns nicht viel länger am Plansee. Als nächstes wollen wir zum Schloss Neuschwanstein. Dort auf dem Parkplatz angekommen mein der Wächter, dass es keine Tickets mehr gibt und man dafür morgens um 8 Uhr anstehen muss. Unterdessen war es 16 Uhr! Ich hatte wirklich gedacht, dann man um die Zeit noch spontan ins Schloss gehen könnte. Wie naiv! Also nur kurz ein Erinnerungsfoto und weiter wieder zurück nach Österreich.

Weiter ging es Richtung Arlberg-Pass. Als wir in Stuben vorbeifuhren, mussten wir natürlich ein Foto vom Zielbereich des Longboard Classic machen. Ein Snowboardanlass, den man besucht haben muss.
Da es aber wieder aus strömen schüttete, gabs nur kurz ein Foto und dann ging es weiter nach…?

Ja wohin denn? Das Alpencamping in Nenzing hatten wir zwar reserviert, aber im Regen hatte ich keinen Bock das Zelt aufzubauen, vor allem am Morgen dann wieder ein nasses Zelt einzupacken. Deshalb habe ich uns spontan ein Hotelzimmer in Dornbirn gebucht. Man(n) hat ja schliesslich Ferien.
Zum Abendessen ging es dann noch zur “Schnitzelburg” in Feldkirch.


















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